Zahnerkrankungen bei Kaninchen & Co!

Ursachen und Behandlung von Zahnerkrankungen

Inappetenz? Bauchschmerzen? Eitriger Augenausfluss? All diese Probleme können Ausdruck eines fortgeschrittenen Zahnproblems sein und kommen besonders bei Kaninchen, Meerschweinchen, Chinchillas und Degus häufig vor.

Ursachen:
Zahnprobleme bei kleinen Heimtieren werden oft durch eine nicht artgerechte Fütterung mit zu wenig strukturreichem Raufutter verursacht. Auch genetische Faktoren, wie die Kurzköpfigkeit bei vielen Zwergkaninchen, kommen als Ursache oder zumindest begünstigend hinzu.

Diagnose und Behandlung:
Um Zahnerkrankungen diagnostizieren und richtig behandeln zu können, ist neben einer Reihe von Untersuchungen ein umfangreiches Spezialwissen nötig. Ergibt sich nach der allgemeinen Untersuchung, insbesondere beim Abtasten der Kiefer und dem ersten Blick in die Maulhöhle der Verdacht auf ein Zahnproblem, werden die Patienten kurz in Narkose gelegt. So lassen sich die Zähne ohne Stress für den Patienten gründlich und vollständig untersuchen. Da die im Maul sichtbaren Teile der Zähne oft nur die Spitze des Eisbergs ausmachen, sind Röntgenbilder des Kopfes eine sinnvolle Ergänzung. Sie zeigen den im Kiefer befindlichen Anteil der Zähne. Insbesondere Zahnbrüche, Zahnwurzelveränderungen oder ein abnormes Zahnwachstum in die falsche Richtung, im Oberkiefer manchmal mit einer Kompression des Tränennasenkanals verbunden, können so erkannt werden. Die Narkose wird gegebenenfalls für die erste Korrektur der Zähne genutzt.

Vorsoge:
Da Zahnprobleme für Sie als Besitzer meist erst im fortgeschrittenen Erkrankungsstadium sichtbar werden und Vorsorge bekanntlich immer besser als Nachsorge ist, empfehlen wir auch ohne offensichtliche Krankheitssymptome die Zähne ihrer Schützlinge jährlich kontrollieren zu lassen.