Rote Vogelmilbe im Hühnerstall

Haushuhn mit blassem Kamm und Kehllappen

Rote Vogelmilbe im Hühnerstall – was tun?

Ihre Hühner wollen abends nicht zurück in den Stall? Ein weit verbreiteter Plagegeist könnte schuld sein – die Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae). Das blutsaugende Spinnentier verbringt den Tag gut verborgen in Verstecken im Stall und begibt sich nachts auf Nahrungssuche. Bevorzugt befällt es Hühnervögel, aber auch andere Vogelarten sind häufig schwer betroffen. Vor Säugern und dem Menschen macht die Milbe bei Nahrungsmangel nicht Halt. Hier stehen allergische Reaktionen und juckende Ekzeme symptomatisch im Vordergrund. Milde Winter mit vielen überlebenden Milben und anschließende warme Temperaturen, können eine explosionsartige Vermehrung der Parasiten begünstigen.

Ihnen als Vogelhalter
fällt anfangs häufig nur eine abendliche Nervosität Ihrer Vögel und Abgeschlagenheit am Tag auf. Doch ein hochgradiger Befall zeigt bald schlimme Folgen. Durch starken Blutverlust kommt es zu allgemeiner Schwäche, die Kämme und Kehllappen erscheinen blass. Die Tiere sind teilweise völlig entkräftet und selbst Todesfälle sind nicht selten.

Neben der Roten Vogelmilbe
gibt es auch andere Ektoparasiten bei Vögeln, beispielsweise Federlinge, Läuse, Flöhe und andere Milben, wie die Nordische Vogelmilbe.

Sind Sie sich unsicher
was da in Ihrem Hühnerhaus sein Unwesen treibt? Lassen Sie uns als Tierarzt für Geflügel die Diagnose stellen. Dazu benötigen wir ein Abklatschpräparat mit einem Tesafilm, um eine mikroskopische Bestimmung durchzuführen.

Fazit
Die Bekämpfung ist nicht einfach. Eine Behandlung der Tiere allein, kann keine Abhilfe schaffen, da sich die Rote Vogelmilbe nur zum Saugen auf den Hühnern befindet. Stattdessen steht die Umgebungsbehandlung im Vordergrund.

Damit es Ihnen vor der täglichen Eiersuche im Hühnerstall nicht graust, beraten wir Sie gern zu den verschiedenen Möglichkeiten der Tier- und Umgebungsbehandlung in unserer Praxis!