Aufwachen der Schildkröten

In der freien Wildbahn werden Schildkröten im Frühjahr durch längeres Tageslicht, langsam steigende Temperaturen und intensivere Sonneneinstrahlung geweckt. Tiere, die im Keller oder Kühlschrank überwintern, bekommen diese Impulse natürlich nicht. Daher muss der Schildkrötenhalter selbst festlegen, wann der Winterschlaf für seine Schützlinge beendet ist.

Die Schildkröte sollte über einen Zeitraum von etwa 10 Tagen durch langsames Anheben der Überwinterungstemperatur auf eine langsam anlaufende Stoffwechselaktivität bei Zimmertemperatur gebracht werden. Sobald sie nach ca. 7-10 weiteren Tagen ihr winterliches Versteck aus Laub verlässt, sollte sie die Möglichkeit zum Wärmetanken in der (künstlichen) Frühlingssonne bekommen um die volle Vorzugstemperatur erreichen zu können. Landschildkröten können, wenn sie nahezu „Betriebstemperatur” erreicht haben, in handwarmem Wasser (22°) gebadet werden. Die Tiere trinken sehr gern beim Baden und füllen so Ihren Flüssigkeitshaushalt auf.

Schildkröten fangen an zu fressen, wenn die Umgebungstemperatur und Tageslichtmenge optimal sind und sie ihren Stoffwechsel ausreichend anpassen konnten. Tiere, die nach dem Aufwachen schläfrig und kraftlos wirken oder konsequent die Nahrung verweigern, sind möglicherweise schwer krank und sollten einem Reptilientierarzt vorgestellt werden.